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Musikverein Ober-Grafendorf / St. Margarethen

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Musikverein Ober-Grafendorf / St. Margarethen – Chronik

 

Die Pflege der Blasmusik hat in Ober-Grafendorf eine über 150-jährige Tradition. Bereits im Jahr 1857 gründet nämlich Karl Trischler eine Blasmusikkapelle, von deren reger und erfolgreicher Tätigkeit zahlreiche frühe Quellen zeugen.

 

So berichtet etwa das St. Pöltner Wochenblatt am 16.7.1885 wie folgt von der Bürgermeister- und Gemeinderatswahl in Ober-Grafendorf: „Nach Schluss der Wahl wurde die Gemeindevorstehung von der unter der umsichtigen und bewährten Leitung des Oberlehrers Josef Kollarz stehenden, circa 30 Mann starken Musik- und Gesangsgesellschaft begrüßt und abwechselnd durch Musik und Gesangsvorträge derselben eine Ovation dargebracht.“ 1897 titelt die St. Pöltner Zeitung anlässlich eines Maiausflugs des christlichen Arbeiter-Bildungsvereins Ober-Grafendorf: „Vor allem hat die rühmlichst bekannte Musikkapelle von Obergrafendorf durch ihre sehr zahlreichen und ausgewählten Musikstücke die Fahrt zu einem wahren Triumphzuge gemacht.“ Auf der Einladung zu einem Völlerndorfer Kirchtag im Jahr 1900 ist zu lesen: „Sonntag, den 27. Mai findet im Gasthause des Herrn Franz Getzinger eine Kirchtag-Unterhaltung statt. Die Musik wird die Kapelle von Obergrafendorf besorgen.“ Und 1935 hält die St. Pöltner Zeitung anlässlich der Erstkommunion in Ober-Grafendorf fest: „Die Musikkapelle Ober-Grafendorf ließ muntere Weisen ertönen.“

 

Im Jahr 1934 wird die Musikkapelle von Kapellmeister Johann Schubert übernommen, der Langzeitkapellmeister Michael Zehetner ablöst. Im selben Jahr gründet Michael Iribauer die „Arbeiterkapelle Ober-Grafendorf“, deren Musiker nach der Auflösung der Arbeiterkapelle 1937 die Musikkapelle Ober-Grafendorf verstärken. Die Proben der Musikkapelle Ober-Grafendorf werden zunächst noch jede Woche bei einem ihrer Musiker abgehalten – ehe Ka-pellmeister Schubert und seine Musiker im Gasthof Strauß in Ober-Grafendorf das erste Probenlokal vorfinden. Im Juni 1957 feiert die Musikkapelle Ober-Grafendorf ihr 100-jähriges Bestandsjubiläum mit einem großen Blasmusikfest.

 

Als Kapellmeister Schubert zwölf Jahre später, am 10.5.1969, verstirbt, wird der erste Flügelhornist Leopold Holzgruber zu seinem Nachfolger gewählt. Unter seiner Ägide tritt die Musikkapelle 1972 als „Musikverein Ober-Grafendorf“ dem Niederösterreichischen Blasmusikverband bei und ist seither durchgehend als Mitglied gemeldet. Da der Musikverein Ober-Grafendorf schon jahrzehntelang auch den Nachbarort St. Margarethen – dessen Blasmusikkapelle nach Ende des 2. Weltkriegs aufgelöst worden ist – mitbetreut und Veranstaltungen der Gemeinde und der Pfarre St. Margarethen musikalisch umrahmt, erfolgt 1992 die Umbenennung in „Musikverein Ober-Grafendorf / St. Margarethen“. Im Jahr selben übersiedelt der Musikverein in das neu eingerichtete Probenlokal im Amtshaus St. Margarethen, das er noch heute nutzt.

 

Nach dem Tod von Kapellmeister Holzgruber am 27.3.2004 übernimmt Friedrich Briesch die musikalische Leitung. Am 04.6.2007 löst schließlich der aktuelle Obmann Leopold Lugbauer den Langzeitobmann Johann Hölzl ab, der zum Ehrenobmann ernannt wird.

 

Am 01.9.2011 wurde die musikalische Leitung an Jungkapellmeister Klemens Stiefsohn, der auch als Stabführer fungiert, übergeben.

 

Der Musikverein Ober-Grafendorf / St. Margarethen hat derzeit 60 aktive Musiker und 4 Marketenderinnen und betreut die beiden Gemeinden Ober-Grafendorf und St. Margarethen. Dank einer vor Jahren gestarteten engen Zusammenarbeit mit der Musikschule Ober-Grafendorf und des neu gegründeten “Musikschulverbandes Ober-Grafendorf / St. Margarethen / Bischofstetten“  treten dem Musikverein laufend junge Musiker bei. 

 

Der Musikverein feierte im Jahr 2016 mit einem Open Air - Konzert im Schloß Fridau am 29. April, einem Bezirksmusikfest mit Marschmusikbewertung am 18. und 19. Juni in Ober-Grafendorf und einem Mondscheinweisenblasen am 26. August in St. Marga-rethen sein  160 - jähriges  Bestandsjubiläum!

 

 

 

Kapellmeister u. Obmänner

Kapellmeister seit 1920

Michael Zehetner von 1920 bis 1934

Johann Schubert von 1934 bis 1969

Leopold Holzgruber von 1969 bis 2004

Friedrich Briesch von 2004 bis 2011

Seit 01.09.2011 Kpm. Klemens Stiefsohn

 

Obmänner

Friedrich Strauß von 03. Jänner 1974 bis 28. Mai 1994

Johann Hölzl von 28. Mai 1994 bis 03. Juni 2007

seit 03. Juni 2007 Leopold Lugbauer